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Ratgeber

Was kostet ein Webshop? Preise und laufende Kosten

Ein Webshop kostet in der Umsetzung meist zwischen 3.300 und 4.700 Euro. Der Betrag ist nur die halbe Rechnung: Zahlungsanbieter, Versand und Produktpflege laufen dauerhaft mit. Dieser Text rechnet beides durch.

Samuel Vitel

Was die Umsetzung kostet

Ein Webshop mit Zahlungsanbindung, Kundenkonten und einer Verwaltung für Produkte liegt bei 3.300 bis 4.700 Euro. Enthalten sind darin Produktverwaltung, Warenkorb, Kassenvorgang, Anbindung eines Zahlungsanbieters und die Gestaltung.

Der häufigste Irrtum bei dieser Zahl: die Zahl der Produkte spielt kaum eine Rolle. Ob zwanzig oder zweitausend Artikel im Shop liegen, ändert am Aufwand für die Umsetzung fast nichts. Was den Preis bewegt, sind Varianten, Staffelpreise, Lagerlogik und die Frage, ob der Shop mit einem bestehenden System sprechen muss.

Laufende Kosten

PostenGrößenordnung
Domain15 – 25 € pro Jahr
Hostingab 10 € pro Monat
Zahlungsanbieterca. 1,5 – 2,5 % je Transaktion plus Fixbetrag
Wartung und Updates0 – 100 € pro Monat

Die Gebühren des Zahlungsanbieters fallen nur an, wenn tatsächlich verkauft wird. Das ist der angenehme Teil: Der Shop wird erst teuer, wenn er verdient.

Shopify, WooCommerce oder eigene Lösung

Shopify ist am schnellsten startklar, kostet dauerhaft Monatsgebühr und bindet Sie an einen Anbieter. Für einen Standardshop mit gängigen Produkten ist das oft die vernünftigste Wahl.

WooCommerce ist in der Lizenz günstig und in der Wartung nicht. Es lebt von Erweiterungen, und jede davon ist ein Teil, das aktuell gehalten werden muss.

Eine eigene Lösung lohnt sich, wenn der Verkauf an eigene Abläufe gebunden ist: eine besondere Preislogik, eine Anbindung an die Warenwirtschaft, ein Konfigurator. Für einen gewöhnlichen Shop ist sie die falsche Wahl, und das sage ich im Gespräch auch dann, wenn damit ein Auftrag kleiner wird.

Rechtliche Pflichten in Österreich

Ein Shop, der an Verbraucher verkauft, braucht:

  • Impressum nach § 5 ECG und § 25 Mediengesetz
  • Datenschutzerklärung nach DSGVO
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen
  • Widerrufsbelehrung samt Muster-Widerrufsformular
  • Preise inklusive aller Steuern, Versandkosten klar ausgewiesen
  • eine Bestellschaltfläche, die die Zahlungspflicht eindeutig benennt

Die technische Umsetzung dieser Punkte gehört ins Projekt. Die Texte selbst gehören von einer Juristin oder einem Juristen geprüft — das ist gut angelegtes Geld, weil Abmahnungen und Nachbesserungen teurer sind.

Was den Zeitplan bestimmt

Sechs bis zehn Wochen sind realistisch. Die Entwicklung ist dabei selten der Engpass. Produktdaten, Fotos, Texte, die Entscheidung über Versandzonen und die Freigabe der Rechtstexte brauchen erfahrungsgemäß länger als der Shop selbst. Wer diese Dinge früh vorbereitet, verkürzt das Projekt spürbar.

Häufige Fragen

Was kostet ein Onlineshop mit wenigen Produkten?
Ein Shop mit überschaubarem Sortiment, Zahlungsanbindung und eigener Verwaltung liegt bei etwa 3.300 bis 4.700 Euro. Die Zahl der Produkte ist dabei fast nebensächlich: ob zwanzig oder zweitausend Artikel gepflegt werden, ändert am Aufwand für die Umsetzung wenig.
Welche laufenden Kosten hat ein Webshop?
Hosting ab etwa 10 Euro im Monat, Domain rund 20 Euro im Jahr, dazu die Gebühren des Zahlungsanbieters. Bei Stripe oder PayPal sind das in Österreich üblicherweise rund 1,5 bis 2,5 Prozent je Transaktion plus eine kleine Fixgebühr. Diese Gebühren fallen erst an, wenn Sie tatsächlich verkaufen.
Shopify, WooCommerce oder eigene Lösung?
Shopify ist am schnellsten startklar und kostet dauerhaft Monatsgebühr. WooCommerce ist günstig in der Lizenz und teuer in der Wartung. Eine eigene Lösung lohnt sich, wenn der Verkauf an eigene Abläufe gebunden ist, etwa an eine Lagerlogik oder ein bestehendes Warenwirtschaftssystem. Für einen Standardshop ist sie meist die falsche Wahl — das sage ich Ihnen im Gespräch auch dann, wenn es gegen meinen eigenen Auftrag spricht.
Was ist in Österreich rechtlich Pflicht?
Impressum, Datenschutzerklärung, AGB, eine korrekte Widerrufsbelehrung samt Muster-Widerrufsformular, klare Preisangaben inklusive Steuern und Versandkosten sowie eine Bestellschaltfläche, die eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweist. Rechtstexte gehören von einer Juristin oder einem Juristen geprüft; die technische Umsetzung übernehme ich.
Kann ich Produkte selbst einpflegen?
Ja, das ist der Normalfall. Sie bekommen eine Verwaltung, in der Produkte, Preise, Bilder und Bestände ohne technische Kenntnisse gepflegt werden. Eingerechnet ist das in den genannten Preisen bereits.

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