Ratgeber
Was kostet ein Webshop? Preise und laufende Kosten
Ein Webshop kostet in der Umsetzung meist zwischen 3.300 und 4.700 Euro. Der Betrag ist nur die halbe Rechnung: Zahlungsanbieter, Versand und Produktpflege laufen dauerhaft mit. Dieser Text rechnet beides durch.
Was die Umsetzung kostet
Ein Webshop mit Zahlungsanbindung, Kundenkonten und einer Verwaltung für Produkte liegt bei 3.300 bis 4.700 Euro. Enthalten sind darin Produktverwaltung, Warenkorb, Kassenvorgang, Anbindung eines Zahlungsanbieters und die Gestaltung.
Der häufigste Irrtum bei dieser Zahl: die Zahl der Produkte spielt kaum eine Rolle. Ob zwanzig oder zweitausend Artikel im Shop liegen, ändert am Aufwand für die Umsetzung fast nichts. Was den Preis bewegt, sind Varianten, Staffelpreise, Lagerlogik und die Frage, ob der Shop mit einem bestehenden System sprechen muss.
Laufende Kosten
| Posten | Größenordnung |
|---|---|
| Domain | 15 – 25 € pro Jahr |
| Hosting | ab 10 € pro Monat |
| Zahlungsanbieter | ca. 1,5 – 2,5 % je Transaktion plus Fixbetrag |
| Wartung und Updates | 0 – 100 € pro Monat |
Die Gebühren des Zahlungsanbieters fallen nur an, wenn tatsächlich verkauft wird. Das ist der angenehme Teil: Der Shop wird erst teuer, wenn er verdient.
Shopify, WooCommerce oder eigene Lösung
Shopify ist am schnellsten startklar, kostet dauerhaft Monatsgebühr und bindet Sie an einen Anbieter. Für einen Standardshop mit gängigen Produkten ist das oft die vernünftigste Wahl.
WooCommerce ist in der Lizenz günstig und in der Wartung nicht. Es lebt von Erweiterungen, und jede davon ist ein Teil, das aktuell gehalten werden muss.
Eine eigene Lösung lohnt sich, wenn der Verkauf an eigene Abläufe gebunden ist: eine besondere Preislogik, eine Anbindung an die Warenwirtschaft, ein Konfigurator. Für einen gewöhnlichen Shop ist sie die falsche Wahl, und das sage ich im Gespräch auch dann, wenn damit ein Auftrag kleiner wird.
Rechtliche Pflichten in Österreich
Ein Shop, der an Verbraucher verkauft, braucht:
- Impressum nach § 5 ECG und § 25 Mediengesetz
- Datenschutzerklärung nach DSGVO
- Allgemeine Geschäftsbedingungen
- Widerrufsbelehrung samt Muster-Widerrufsformular
- Preise inklusive aller Steuern, Versandkosten klar ausgewiesen
- eine Bestellschaltfläche, die die Zahlungspflicht eindeutig benennt
Die technische Umsetzung dieser Punkte gehört ins Projekt. Die Texte selbst gehören von einer Juristin oder einem Juristen geprüft — das ist gut angelegtes Geld, weil Abmahnungen und Nachbesserungen teurer sind.
Was den Zeitplan bestimmt
Sechs bis zehn Wochen sind realistisch. Die Entwicklung ist dabei selten der Engpass. Produktdaten, Fotos, Texte, die Entscheidung über Versandzonen und die Freigabe der Rechtstexte brauchen erfahrungsgemäß länger als der Shop selbst. Wer diese Dinge früh vorbereitet, verkürzt das Projekt spürbar.
Häufige Fragen
Was kostet ein Onlineshop mit wenigen Produkten?
Welche laufenden Kosten hat ein Webshop?
Shopify, WooCommerce oder eigene Lösung?
Was ist in Österreich rechtlich Pflicht?
Kann ich Produkte selbst einpflegen?
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