Ratgeber
Website erstellen lassen: Ablauf, Auswahl und Zusammenarbeit
Die Entscheidung, wer die Website baut, fällt meist nach dem Preis — und das ist der unzuverlässigste Maßstab. Dieser Text beschreibt, wie ein Projekt tatsächlich abläuft, was Sie dafür vorbereiten und welche Fragen ein Angebot beantworten sollte.
Der Ablauf in vier Schritten
Ein Webprojekt ist weniger geheimnisvoll, als es oft dargestellt wird.
- Gespräch. Zwanzig bis dreißig Minuten, in denen geklärt wird, wofür die Website da ist und was sie können muss. Danach lässt sich sagen, ob das Vorhaben zu mir passt.
- Angebot. Ein Fixpreis mit Leistungsbeschreibung. Kein Stundenkontingent, das sich im Lauf des Projekts füllt.
- Umsetzung in Etappen. Sie sehen Zwischenstände, statt am Ende überrascht zu werden. Das ist auch in Ihrem Interesse: Eine Richtungsänderung in Woche zwei kostet wenig, in Woche acht viel.
- Livegang. Domain, Hosting, Zugänge, eine kurze Einschulung in die Verwaltung. Danach läuft die Website — mit oder ohne laufende Betreuung.
Was Sie vorbereiten sollten
Drei Antworten genügen für den Anfang:
- Wofür ist die Website da — Anfragen, Verkauf, Information, Bewerbungen?
- Wer soll sie lesen, und was weiß diese Person schon?
- Was soll jemand tun, der die Seite erreicht?
Texte und Bilder dürfen später kommen. Wer sie schon hat, verkürzt das Projekt; wer sie nicht hat, sollte deswegen nicht warten. Ein fertiges Design ist nicht nötig, senkt aber den Preis um etwa 600 Euro.
Agentur oder Freelancer
Eine Agentur bringt ein Team, hält Ausfälle besser aus und ist die sicherere Wahl, wenn ein Projekt über Jahre viele Beteiligte hat. Bezahlt wird das über den Preis: Projektleitung, Vertrieb und Büro finanzieren sich mit.
Bei einem Freelancer sprechen Sie mit der Person, die tatsächlich baut. Das macht Abstimmungen kurz und Missverständnisse selten. Der Nachteil ist ebenso offensichtlich: eine Person ist eine Person. Fragen Sie deshalb, was passiert, wenn sie ausfällt, und ob Sie im Ernstfall an Code und Zugänge kommen.
Fragen, die ein Angebot beantworten sollte
- Welche Leistungen sind enthalten, und welche ausdrücklich nicht?
- Wie viele Korrekturschleifen sind eingerechnet?
- Wem gehören Code, Domain und Zugänge nach dem Projekt?
- Welche laufenden Kosten entstehen, auch die, die nicht an den Ersteller gehen?
- Wer pflegt Inhalte nach dem Livegang, und was kostet es, wenn ich es nicht selbst tue?
- Was passiert bei einem Sicherheitsproblem?
Warnzeichen
Ein Angebot ohne Leistungsbeschreibung ist keines. Wer sich weigert, Code und Zugänge herauszugeben, bindet Sie an sich statt durch Qualität. Suchmaschinen-Garantien, insbesondere die Zusage eines ersten Platzes bei Google, kann niemand seriös geben. Und ein Preis, der deutlich unter allen anderen liegt, ist meist kein Schnäppchen, sondern eine andere Leistung.
Wie es bei mir konkret weitergeht
Am schnellsten kommen wir voran, wenn Sie den Kalkulator ausfüllen — das dauert eine Minute und Sie sehen sofort eine Preisspanne. Ihre Auswahl kommt mit der Anfrage bei mir an, sodass ich im ersten Gespräch schon weiß, worum es geht. Wenn ein Projekt nicht zu mir passt, sage ich das, und meistens kann ich sagen, wer besser passt.
Häufige Fragen
Was muss ich vorbereiten, bevor es losgeht?
Agentur oder Freelancer?
Woran erkenne ich ein belastbares Angebot?
Gehört mir die Website danach?
Was passiert nach dem Livegang?
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