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Ratgeber

Was kostet eine Website? Preise 2026 für Österreich

Die ehrliche Antwort lautet: zwischen 500 und 8.000 Euro. Diese Spanne ist so breit, weil „Website" alles bedeuten kann, von einer einzelnen Seite bis zur Anwendung mit Login. Hier steht, was die einzelnen Varianten tatsächlich kosten und welche Entscheidungen den Preis treiben.

Samuel Vitel

Die kurze Antwort

Für eine einzelne, gut gebaute Seite zahlen Sie in Österreich rund 500 bis 700 Euro. Eine Firmenwebsite mit mehreren Seiten, eigener Gestaltung und einer Verwaltung, in der Sie Texte selbst ändern, liegt bei 1.500 bis 2.900 Euro. Ab dem Punkt, an dem Besucher sich anmelden, etwas kaufen oder Daten aus anderen Systemen einfließen, beginnt der Bereich zwischen 3.300 und 7.500 Euro.

Die Zahlen stammen aus dem Kalkulator auf dieser Website und sind keine Schätzung aus dem Bauch heraus.

Preisbeispiele

ProjektPreisspanne
Landingpage, Design vorhanden500 – 700 €
Landingpage mit Gestaltung und Textpflege1.500 – 2.200 €
Mehrseitige Firmenwebsite mit Verwaltung2.000 – 2.900 €
Webshop mit Zahlungsanbindung3.300 – 4.700 €
Internes Dashboard oder Automatisierung3.300 – 4.800 €
Individuelle Web-App mit KI-Funktionen5.200 – 7.500 €

Alle Beträge ohne Umsatzsteuer. Als Kleinunternehmer gemäß § 6 Abs 1 Z 27 UStG verrechne ich keine, der genannte Betrag steht also so auf der Rechnung.

Wovon der Preis abhängt

Vier Entscheidungen bestimmen den Großteil der Summe.

  • Art des Projekts. Eine Seite, die informiert, ist etwas anderes als eine Anwendung, die etwas tut. Zwischen beiden liegen im Aufwand schnell 1.000 bis 1.750 Euro.
  • Login. Sobald Menschen Konten haben, kommen Registrierung, Passwörter, Rechte und Datenschutz dazu. Das kostet rund 300 Euro und ist selten verhandelbar, weil es sicher gebaut sein muss.
  • Wer Inhalte pflegt. Eine einfache Verwaltung für Texte, Bilder und Seiten schlägt mit etwa 600 Euro zu Buche, ein Dashboard mit Rollen und Auswertungen mit rund 1.400. Wer das spart, ruft für jede Textänderung an — auf ein paar Jahre gerechnet ist das teurer.
  • Anbindungen. Zahlung, CRM, Warenwirtschaft, KI-Funktionen oder Werbetechnik kosten je 400 bis 1.000 Euro, abhängig davon, wie gut die Gegenstelle dokumentiert ist.

Dazu kommt die Gestaltung. Liegt ein Design in Figma oder Adobe fertig vor, entfällt dieser Posten; muss es entstehen, sind es etwa 600 Euro.

Laufende Kosten

Der Kaufpreis ist nicht die Gesamtrechnung. Realistisch sind:

  • Domain: 15 bis 25 Euro im Jahr für eine .at-Adresse.
  • Hosting: 60 bis 180 Euro im Jahr für eine normale Website. Ein SSL-Zertifikat ist bei seriösen Anbietern inkludiert und kostet nicht extra.
  • Wartung: zwischen 0 und 100 Euro im Monat. Eine schlanke, individuell gebaute Website braucht wenig; ein System mit vielen Erweiterungen braucht regelmäßige Updates.

Wer diese Posten im ersten Angebot nicht sieht, sollte danach fragen, bevor er unterschreibt.

Warum Angebote so weit auseinanderliegen

Weil dasselbe Wort für sehr verschiedene Dinge steht.

Ein Baukasten wie Wix oder Squarespace kostet 10 bis 30 Euro im Monat und ist an den Anbieter gebunden. Für eine Visitenkarte im Netz genügt das. Ein WordPress-Theme, befüllt und angepasst, liegt bei 800 bis 2.500 Euro — günstig in der Anschaffung, dauerhaft update-pflichtig. Eine individuell entwickelte Website kostet mehr, enthält aber nur, was Sie brauchen, und lässt sich in jede Richtung erweitern. Eine Agentur verlangt für dasselbe Ergebnis meist das Zwei- bis Dreifache eines Freelancers, weil Projektleitung, Vertrieb und Büro mitfinanziert werden.

Keine dieser Varianten ist grundsätzlich richtig. Falsch ist nur, Preise zu vergleichen, hinter denen unterschiedliche Leistungen stehen.

Woran Sie ein seriöses Angebot erkennen

  • Es benennt Leistungen, nicht bloß eine Summe.
  • Es sagt, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind und was danach kostet.
  • Es klärt, wem Code, Domain und Zugänge nach dem Projekt gehören.
  • Es nennt laufende Kosten, auch wenn sie nicht an den Ersteller gehen.
  • Es enthält einen Zeitplan mit Zwischenständen, nicht nur einen Endtermin.

Fehlt einer dieser Punkte, ist das kein Ausschlussgrund — aber eine Frage wert.

Häufige Fragen

Wie viel kostet eine einfache Website?
Eine einseitige Landingpage mit fertigem Design liegt bei etwa 500 bis 700 Euro. Kommt eine Gestaltung von Grund auf dazu und sollen Sie Texte und Bilder selbst pflegen können, sind es rund 1.500 bis 2.200 Euro.
Was kostet eine Website pro Monat?
Für den laufenden Betrieb rechnen Sie mit etwa 15 bis 25 Euro im Jahr für die .at-Domain und 60 bis 180 Euro im Jahr für Hosting. Ein SSL-Zertifikat ist bei seriösen Anbietern enthalten. Wartung ist optional und kostet je nach Umfang zwischen 0 und 100 Euro im Monat.
Warum sind die Angebote so unterschiedlich?
Weil sehr verschiedene Dinge denselben Namen tragen. Ein Baukasten-Template, das in zwei Tagen befüllt ist, und eine individuell entwickelte Website mit eigener Verwaltung unterscheiden sich um den Faktor zehn im Aufwand. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn in beiden dieselben Leistungen stehen.
Ist eine Website mit WordPress günstiger?
In der Anschaffung oft ja, im Betrieb nicht unbedingt. WordPress bringt viel mit, was man nicht braucht, und verlangt regelmäßige Updates von Kern, Theme und Plugins. Für eine Website, die sich selten ändert, ist das ein guter Weg. Sobald eigene Abläufe abgebildet werden sollen, wird eine maßgeschneiderte Lösung meist günstiger und deutlich schneller.
Kommt zu den Preisen noch Umsatzsteuer dazu?
Bei mir nicht. Ich bin Kleinunternehmer gemäß § 6 Abs 1 Z 27 UStG, verrechne daher keine Umsatzsteuer, und die genannten Beträge sind das, was tatsächlich auf der Rechnung steht. Bei anderen Anbietern kommen in der Regel 20 Prozent dazu — fragen Sie im Zweifel nach, ob ein Preis netto oder brutto gemeint ist.
Wie lange dauert es, bis die Website online ist?
Eine Landingpage steht üblicherweise in ein bis zwei Wochen. Eine Firmenwebsite mit eigener Verwaltung braucht drei bis fünf Wochen, ein Webshop oder eine Web-App eher sechs bis zehn. Den größten Einfluss auf den Zeitplan haben erfahrungsgemäß nicht die Entwicklung, sondern Texte und Bilder.

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